Bessere Noten in Klausur

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Olga schaffte das drittbeste Examen mit "Lernen lernen"- Methode:
Es ging wie ein Lauffeuer durch Freiburg: Schön-Olga war 3.-Beste im Examen. Ausgerechnet Olga! Olga war ein richtig schönes Mädchen. Glücklich jene Bücherseiten, die von Olgas Augen betrachtet werden durften. Aber Olga zum Mitschreiben einer Klausur zu bewegen, war immer richtig Stress. Ausdauernde Überredung war notwendig gewesen. Und jetzt das! Superschöne Frau - und Spitzennoten? Ein hässlicher Verdacht stand natürlich gleich im Raum. "Ihr denkt, ich war mit den Assis der Lehrstühle in der Kiste, oder?" meinte Olga. Mein Nacken und meine Ohren wurden rot. Dabei war mir klar, Olga hatte das nicht notwendig. Olga war ein richtig klasse Weib, ganz Dame von Scheitel bis zur Sohle. Unsere Ideen waren dummes Zeug. Aber dieses tolle Ergebnis von Olga in so kurzer Zeit wurde rätselhafter. Mir dämmerte da was! Gab es einen Supertrick von Einserkandidaten, durch den Olga das geschafft hatte? Normale Student kannten den Trick nicht. Leistung war kein Zufall, sondern das Produkt bestimmter Art und Weise des Vorgehens. Kannte ich vom Kungfu. Wer Kung-Fu konnte, legte den Gegner so schnell aufs Kreuz, bevor der nur schauen konnte. Gab es ein "Kung-Fu-Lern-Methode"? Möglich war es! Olga war ja stets eine ganz Brave gewesen. Holländerin von Geburt, der Vater Reeder in Genua, die Mutter Deutsche aus Köln. Aufgewachsen in Genua/Italien und in Den Haag/Holland. Schweizer Internat in der Schweiz, 2 Semester in Fribourg/Schweiz, mehrsprachig aufgewachsen. Beste Zucht aus edlem Stall. Wir hatten uns in Bonn im Juridicum kennengelernt. Gestern war ich noch der Größte bei Olga, jetzt aber kam ich mir klein vor. Wieso hatte Olga plötzlich ein so großes Selbstbewusstsein? Beruhte das auf der Sicherheit im Lernstoff? War da was Entscheidendes geschehen in der Examens-Vorbereitung der letzten Monate? War Olga einfach ehrlich kompetent? Voller Durchblick in allen Fächern und Klausuren? Olga zeigte eine andere Seite, die ich an ihr nicht kannte. Gab es da unbekannte Lern- und Wissensaneignungs-Methode? Nur so konnte es sein und deshalb die vielen Einsernoten? Jetzt hieß es genauestens aufzupassen.
Olga holte einen Schuhkarton vom Regal und schmiss mir einen Karteikarten-Packen in den Schoss, zusammengehalten von einem roten Einmachgummiring. Ich nahm den Gummiring ab und schaute auf die Vorbereitung zum Klausur-Paradies.
Ich verstand den Inhalt eines Skriptes, logisch heruntergebrochen. Das "stringente" Runterbrechen war in der Logik der Struktur sofort erkennbar. (stringent: aufgrund der Folgerichtigkeit sehr einleuchtend, überzeugend,... siehe DUDEN, Universalwörterbuch)
Das lief "Top-down", vom Großen, Übergeordneten bis in kleine Einzelheiten runter oder bottom-up vom Kleinen/Untergeordneten aufwärts in Richtung allgemein, übergeordnet hoch. 
Der Lerninhalt stand mit Bleistift als "Roter Faden" logisch auf der Karteikarte "runtergebrochen". Das war ja raffiniert gemacht. So musste ich mir nichts mehr "merken", das war ja einfach logisch. Auswendiglernen hatte ich ja sowieso nie gekonnt. DAS war das "Kung-Fu des Lernens", der "Erfolgs-Trick" von Olga. Die überzeugende "Beweisführung" jeder Karteikarte war kurz und knapp, aber logisch überzeugend. Das hatte ich noch nie gesehen.
Der "Rote Faden" des Stoffs war deutlich sichtbar. "Frag mich was!" Olga lachte, ihr Grübchen links vom roten Mund blitzte auf. Olga sah mich auffordernd an. "Also, ich sage Dir, was auf den ersten Karteikarten steht. Du kontrollierst, ok
?" Sie begann die Stoffmenge zu erkären, aber nicht auswendig, sondern ganz entspannt im Plauderton, einfach überzeugend, aber ohne jegliches Äh, Ähemm oder so. Ich bewunderte sie.
Das war das, was fast allen Schülern und Studenten so Riesenprobleme machte. Man sollte die Fachsprache fließend sprechen und schreiben können in der Klausur. Es war ja kein normales Umgangs-Deutsch, sondern Fachchinesisch (Fachsprache, Nomenklatur). Und es waren VIELE Fachsprachen. In Jura gab es ja ganze 26 (!) examensrelevante Fachsprachen. BGB ist eine Fachsprache, ebenso StGB, VGWO etc. So hatte Olga also ihren großen, aktiven Wortschatz erworben. Da war kein Stocken, Räuspern u.Ä. Ich hatte vorher nicht gewusst, dass ich 26 verschiedene Jura-Fachsprachen,
"Fachchinesisch" oder Nomenklaturen fließend sprechen und schreiben können musste. DAS war DAS Geheimnis: Der AKTIVE Wortschatz. Nicht das Berieseln in der Vorlesung/Präsenzseminar. Das war nur passiver Wortschatz, ebenso wie das Lesen von Skripten.  Passiver Wortschatz, einfach nur Zuhören und Lesen. Aber der aktive Wortschatz, das selbst Schreiben und Sprechen brachte aktiven Wortschatz. Ich erkannte Schreckliches: Dieses Können, die 26 Sprachen des Studiums in schriftlichen Klausuren ohne Nachdenken fließend zu SCHREIBEN und im Mündlichen fließend zu SPRECHEN. Das war das A&O des Bestehens jeder Klausur, jeder Note und in jedem Beruf. Früher im Studium hatte ich vergeblich versucht, das "Fachchinesisch" der Vorlesungen in die deutsche Umgangssprache zu "übersetzen" und auswendig zu lernen.  Ich konnte nie gut auswendig lernen, so hörte ich mit dem Unsinn schnell wieder auf. Mir war jetzt klar, dass ich dringend eine folgerichtig-logische Lernmethode brauchte. Die Lernmethode musste folgerichtig mir selbst einleuchten, damit ich überzeugt war. Angenommen, ich schaffte die Karteikartenmethode, WIE ich das ganze Buch oder Skript top-down logisch und blitzschnell auf Karteikarten brachte und so bis zu 130 Karteikarten am Tag schaffte? Also, los ging es. Ich wollte diese logisch strukturierte Lernmethode auch können, diese schnelle "Einfachheit" der StrukturUnd Olga hatte diese Riesen-Stoffmenge in wenigen Monaten gelernt. An Schule und Uni suchte man so etwas vergeblich. So kann man den Lern-Stoff nicht vergessen. So ging es !!! Diese "logische", aufgrund der Folgerichtigkeit einleuchtende "Denkmethode" von Olga wollte ich auch können. Ich erwarb diese Lerntechnik von Olga. Dann schaffe ich ein 10 cm dickes Skript in 10 Tagen auf Karteikarten, wofür ich vorher 6 Wochen und länger gebraucht hatte. Und ich konnte es bald und hatte es voll drauf und die Tage vergingen wie im Flug. Von morgens bis abends inklusive Pausen. Vorher hatte ich schon nach 1 Stunde keine Lust mehr, jetzt hielt ich 8 Std. locker durch, alle 2 Std. eine 1/2  Stunde Pause. Mehr Motivation und Konzentration beim Lernen:  Ablenkungen halten Dich von der Konzentration ab, vom Lernen auf die Klausur? Du denkst immer an was Anderes beim Lernen auf die Klausur? Du räumst auf anstatt Dich aufs Lernen konzentrieren zu können? Du willst das "ganze Skript im Kopf", willst "Überblick und Durchblick"? Du willst aus der "breiten Masse" herausragen? Du möchtest Verstehen mit Spaß an der Sache?

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